Endodontie

Kein Zahn ist so verträglich wie der eigene!
      
Es handelt sich hierbei um die Behandlung des erkrankten Zahnmarks ( auch Pulpa oder Nerv genannt) ,durch welche auch stärker zerstörte Zähne erhalten und somit aufwendigerer Zahnersatz wie Implantate oder Brücken vermieden werden können. Das im inneren des Zahnes und dessen Wurzeln gelegene Zahnmark versorgt das lebende Zahngewebe über kleine Blutgefäße und Nervenfasern. Erreicht eine Karies die unmittelbare Nähe des Zahnmarks, kann es zu einer Infektion und Entzündung des Zahnmarks führen, die zunächst starke Schmerzen verursachen kann. Da die Abwehr- und Regenerationsfähigkeiten der Pulpa sehr begrenzt sind stirbt das Gewebe meist ab. Später können die eingedrungenen Keime eine Entzündung unter der Wurzelspitze unterhalten, die in das angrenzende Gewebe ausstrahlen kann, der Zahn wird "klopfempfindlich".

Ziel der Behandlung ist es, das Zahnmark sowie möglichst alle Keime aus dem Inneren des Zahnes und der Wurzeln bis zu deren Spitze zu entfernen. Dies geschieht mittels kleiner Feilen, speziellen Bohrern und verschiedener Spülflüssigkeiten. Um hierbei die Länge der zu behandelnden Wurzeln genau bestimmen zu können sind während und nach der Behandlung Röntgenaufnahmen notwendig. Durch elektronische Längenmessung kann man jedoch auf einen Teil der Aufnahmen verzichtet werden. Zusätzlich lässt sich durch den Einsatz eines Speziellen Lasers eine weitere Keimreduktion erreichen. Ist der Zahn keim- und beschwerdefrei (dies kann erst nach mehreren Sitzungen der Fall sein) wird der entstandene Hohlraum in den Wurzeln mit körperverträglichem Material gefüllt. Anschließend ist es möglich, den Zahn mit vollkeramischen Restaurationen oder Kronen und Brücken definitiv zu versorgen.


Um unnötige Risiken zu vermeiden sollte diese definitive Versorgung aber erst einige Wochen nach Abschluss der Wurzelkanalbehandlung erfolgen.

Inhalte Copyright © 2012 Dr. Uwe Maaz | Impressum | by Crosstec